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Pfoten beissen - ein Fall für den Tierarzt?

Veröffentlicht am 14.06.2020


Kiro ist jetzt seit knapp 3 Jahren bei mir. Er kommt vom Tierschutz aus Mallorca und ist ein sehr lieber Hund. Normalerweise liegt er abends unter dem Tisch oder auf seinem Hundebett und schläft. Hin und wieder schleckt er sich die Pfoten, knabbert ein wenig dran rum - und schläft. Normale Körperpflege, wie Hunde das so machen.

Dann gibt es allerdings Abende, da beisst und leckt er ziemlich fest auf den Pfoten rum und ich bin in Alarmstufe gelb. Das geht dann schon in Richtung übertriebene Körperpflege. Mögliche Ursachen sind Verletzungen an den Pfoten, manchmal sehr klein aber doch störend. Oder eine Zecke treibt ihr Unwesen und muss natürlich entfernt werden. Meistens sieht man aber nichts, gar nichts, auch nicht mit Licht und Lupe. Dann könnten es Grasmilben sein oder eine Futterunverträglichkeit oder aber Schmerzen in den Pfoten…

Da das exzessive Beissen eher auf Juckreiz deutet bekommt er einige Tage ein Medikament gegen Juckreiz - funktioniert, alles gut.

Zur Sicherheit gehe ich noch zu meiner ganzheitlichen Tierärztin, eine körperliche Ursache für die Symptome kann nicht festgestellt werden. Sie meint, das Medikament wäre schon etwas übertrieben und ein Pfotenbad mit kaltem Wasser hätte sicher auch gereicht.

Eine Weile später geht es wieder los, Abends, Ruhe und Entspannung, heftiges Pfoten beissen. Kiro lässt nicht ab, ich kühle mit Wasser, lenke ihn ab, streichle und schimpfe und irgendwann hört er wieder auf.

Das Finale kommt im Urlaub, nachts um 22 Uhr wird Kiro regelrecht panisch und beisst sich die Pfoten wund. Alles nützt nichts und glücklicherweise habe ich eine Tablette gegen Juckreiz dabei. Nachdem er die bekommen hat dauert es noch eine ganze Weile und dann können wir endlich schlafen gehen. Ich bin fix und fertig - das muss aufhören!

Zu Hause überdenke ich die Situation und da fällt es mir wie Schuppen von den Augen. Bei allen Vorkommnissen gab es tagsüber Spielereien mit anderen Hunden, vor allem wildes Rumrennen. Kiro rennt gerne allein über die Wiesen - aber mit anderen Hunden macht es doppelt so viel Spass (?). Da ich  Begegnungen mit fremden freundlichen Hunden zulasse und ihm seine Freude gönne kommt das schon hin und wieder mal vor. Rückblickend ist das ganz klar der Auslöser für die abendlichen Beissattacken.

Seit es keine wilden Spiele mit anderen Hunden mehr gibt, gibt es auch kein Pfoten beissen mehr - ganz einfach. Hier wird der Stresspegel von Kiro so hoch, dass er ein Ventil braucht, um wieder runter zu kommen, eben das Beissen der Pfoten. Das ist eine typische Stressreaktion und fällt unter die Kategorie Calming Signals, Rubrik übertriebene Körperpflege und zwar im roten Bereich.

Leider werden viele Hunde dann zum Tierarzt gebracht, erhalten scheinbar wirksame Medikamente oder ein Spezial-Diätfutter und werden dann erst richtig krank weil die Ursache nicht beseitigt wird.

Genau hingucken lohnt sich.   

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Cooles Hundespielzeug - der Kong

Veröffentlicht am 13.01.2020

Ein Universalgenie unter den Hundespielzeugen ist sicherlich der klassische Kong. 

Es gibt ihn in verschiedenen Grössen und Stärken wobei ich hier ausschliesslich das schwarze Exemplar empfehle. Es ist extrem stark und aus ungiftigen Materialien. Am Anfang hat er einen recht intensiven Geruch, welcher jedoch nach ein paar Durchgängen in der Spülmaschine verschwunden ist. Den Kong kann man prima mit leckeren Dingen füllen, Rezepte gibt’s im Internet, und Hund ist eine Weile mit Ausschlecken beschäftigt. Anschliessend ab in die Geschirrspülmaschine und er ist wieder blitzsauber. Natürlich kann der Kong auch versteckt und apportiert werden. Werfen ist zwar möglich, wird aber nur bei Hunden empfohlen die nach dem dritten Wurf von selbst wieder aufhören und ganz klar kommunizieren, dass Mensch das Ding jetzt gerne selbst wieder holen kann.

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Ferien im Allgäu - Scheidegg

Veröffentlicht am 12.01.2020

Hin und wieder ist eine kleinere oder grössere Auszeit für Mensch und Hund sehr erholsam. Hier stelle ich einen Ort vor, der für seine Wasserfälle sehr bekannt ist. Scheidegg ist in Deutschland im Allgäu und von Sennwald eine Autostunde entfernt. Es ist ein hübscher kleiner Ort mit prima Infrastruktur. Es gibt einen tollen grossen Supermarkt und einige kleinere Geschäfte, Restaurants und schnuckelige Cafés, in die auch Hunde mitgenommen werden dürfen, und natürlich traumhaft schöne Spazier- und Wanderwege in alle Richtungen. Der Panoramaweg oberhalb von Scheidegg lässt bezüglich Weitblick keine Wünsche offen.

Etwas ausserhalb von Scheidegg ist der Skywalk, ein Baumwipfelpfad mit Aussichtsturm und Abenteuerwald. Leider dürfen Hunde zwar auf das Gelände aber nicht auf den Walk. Es stehen kleine verschliessbare Hundehütten zur Verfügung, was ich aber absolut nicht empfehlen würde. Wenn es wettertechnisch möglich ist könnte der Hund im Auto warten und der Mensch kann das Erlebnis Skywalk geniessen.

Gemütlich wohnen kann man bei Isabelle in der  Alläuvilla  https://www.allgaeuvilla.de/. Die Wohnungen sind wunderschön eingerichtet mit viel Liebe zum Detail und Hunde sind herzlich willkommen. Im Notfall steht Isabelle auch mal als Hundesitter zur Verfügung. Der Parkplatz ist direkt vor dem Haus und der Supermarkt um die Ecke. Kiro und ich haben uns dort sehr wohl gefühlt.

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Buddeln - ja gerne...

Veröffentlicht am 12.01.2020

Die meisten Hunde liebe es zu buddeln, nach Mäusen, nach Futter, nach Wurzeln oder einfach so zum Spass. Auch Kiro gehört zu den Buddeltieren und kann bei einem Mauseloch nur schwer widerstehen. Zum guten Ton gehört es jedoch, dass das Buddeln in fremden Wiesen tabu ist. Die meisten Landwirte schätzen es nicht, wenn ihre Weiden von unseren Vierbeinern umgegraben werden. Bei Pferden besteht auch durchaus ein erhebliches Verletzungsrisiko, wenn diese über die Weide galoppieren.

Erst einmal angefangen ist das Buddeln für den Hund ein selbstbelohnendes Verhalten und kann nur schwer wieder abgewöhnt werden. Glückshormone werden während des Buddelns freigesetzt und wenn dann auch noch eine Maus erwischt wird kann das schnell zur Manie werden. Deshalb ist das Motto „Wehret den Anfängen“ und es gilt die 0-Toleranz-Regel auf dem Spaziergang - und zwar von Anfang an für jeden Welpen und jeden erwachsenen Hund.

Möchte man jedoch, dass der Hund dieses ursprüngliche Verhalten ausleben kann, dann kann man im eigenen Garten eine Buddelecke einrichten. Ein Loch gefüllt mit Sand und hier werden Lieblingsspielzeuge versteckt, welche der Hund dann voller Wonne ausbuddeln darf. Auf einer Sandbank am Fluss darf auch gerne gebuddelt werden, der Fluss wird das Loch bei nächster Gelegenheit wieder schliessen. 

Instektenstiche beim Hund

Veröffentlicht am 15.10.2018

Insekten sind überall. Bienen, Wespen und Co. sind sehr nützliche Tiere - nur leider können Sie für Mensch und Hund zur Gefahr werden. Vor einigen Tagen wurde ich von einer Biene in den Finger gestochen. Klar hat das weh getan - aber ich habe das nicht so tragisch genommen. Nachts hatte ich dann ziemliche Schmerzen und am nächsten Tag war die Hand und der Unterarm stark geschwollen und ich musste zum Arzt. Das hat mir doch zu denken gegeben.

Hunde werden häufig in die Pfoten gestochen wenn sie in der Wiese oder auf einem Weg mit Fallobst auf ein Insekt drauf treten. Maul und Gesicht können auch betroffen sein da viele Hunde gerne nach Insekten schnappen. Ist der Hund allergisch - und das weiss man erst wenn ein Ernstfall eintritt - kann so ein Insektenstich schnell lebensbedrohend werden. Aufgrund meiner eigenen Erfahrung bin ich eine Woche später zu meinem Tierarzt gegangen und habe ein Akutmedikament gegen Insektenstiche gekauft. 2 Tabletten, die man gleichzeitig geben muss - das hat CHF 1.50 gekostet. Eine sehr einfache und preiswerte Vorsorge die unter Umständen das Leben des Hundes retten kann.

Wer vielleicht gleich ein komplettes Notfallset kaufen möchte bekommt hier prima Tipps:

https://www.naturfutterlaedchen.eu/tipps-fuer-die-tierische-Reiseapotheke